Ausreißer mit zwei mächtigen Hörnern
Der normale Vormittag wurde plötzlich sehr ungewöhnlich: ein großer Feuerwehreinsatz ist schließlich nicht alltäglich in dem kleinen Dorf. Selbst für die Feuerwehrmänner war die Aktion verwunderlich: mit ihnen waren nämlich auch das Ordnungsamt und der städtische Bauhof angerückt. Um den kleinstädischen Familiengarten hatten sich bereits einige Anwohner und Schaulustige versammelt: konnten diese vielen starken Männer das Unmögliche schaffen?
Schon seit Tagen wurde versucht, die Gefahr einzudämmen, doch die Versuche scheiterten kläglich.
Der Grund für die helle Aufregung war ca. 80 cm groß, 70 kg schwer, hatte zwei riesige Hörner auf dem Kopf und war sehr hungrig. Beim Essen auf der Terrasse stand er dem 5-jährigen Hansi plötzlich gegenüber und starrte dem geschockten Jungen solange in die Augen, bis dieser ihm seinen Teller überließ. Oma Inge griff sofort zum Telefon, um Polizei, Stadt, Ordnungsamt & Co zu informieren.
Dort wusste man bereits Bescheid: schon seit zwei Tagen waren diverse Einfangmanöver gescheitert. Als letzte Möglichkeit wurden die zwölf stärksten Männer der Feuerwehr alarmiert - und siehe da: gemeinsam schafften sie es, den Störenfried zu überwältigen, zu “fesseln” und abzutransportieren. Die Anwohner kamen mit dem Schreck davon…
Die Tierheimmitarbeiter bestätigten die Vermutungen: es handelte sich um einen ausgewachsenen, sehr kräftigen, störrischen - und nicht gerade ungefährlichen - Ziegenbock. Woher er kam oder wem er ausgebüxt ist, konnte nicht so schnell geklärt werden. Daher musste Fritz erst mal im Tierheim ausharren - doch die erneute Beraubung seiner Freiheit schien ihm nicht wirklich zu gefallen…
18. Mai 2010